Photographischer Blaudruck mit Lichtpauspapier

Quelle: flickr.com – © by Sarah_Ackerman

Der sehr einfache und kostengünstige Blaudruck war eines der ersten Verfahren der Kontaktkopierverfahren. Wer sich darunter nichts vorstellen kann denkt eventuell an die damaligen blauen Kopierpapiere zurück, die man zwischen zwei Seiten legte. Leider ist diese Art fast in Vergessenheit geraten, bereits im letzten Jahrhundert wurde es zum Lichtpausverfahren degradiert und dient heute meistens bei technischen Zeichnungen zur Vervielfältigung der einzelnen Papiere. Dabei könnte man das Verfahren zur didaktischen Einführung der Fotografie und im Chemieunterricht in Schulen nutzen oder als künstlerische Methode verwenden.
Gerade das Lichtpauspapier kann man kostengünstig in Fachgeschäften für Bürobedarf kaufen. Die benötigten Chemikalien sind allerdings wenn man sich nicht auskennt nicht ganz so einfach zu besorgen.

Die Cyanotypie war früher kein Medium für Künstler, da das Verfahren eine Beeinflussung des Ergebnisses kaum zuließ. Es diente nur dazu schnelle und günstige Kontaktkopien und Lichtpausen herzustellen. Frühe Belege zeigen, dass das Verfahren 1840 bereits angewendet wurde. 1875 wurde ein fertig konfektioniertes Blaudruckpapier auf den Markt gebracht. Auch ein kleiner Industriezweig bildete sich um das Verfahren. Es entstanden große automatisch Streichmaschinen für Lichtpauspapiere, einfache Lichtpausmaschinen und Maschinen mit angeschlossener Spülung und Trocknung. Wichtig waren die Kopierrahmen, die in großen Aufrührungen mit Vakuumsaugpumpen arbeiten um Original und Lichtpauspapier in engen Kontakt zu halten.

Bildquelle: flickr.com – © by Sarah_Ackerman

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